Die Wissenschaft

Unsere Öko-Enzyme aus fermentierten Ananasschalen

90 Tage Fermentation verwandeln Ananasschalen in das Herzstück unserer Reiniger: einen kraftvollen Komplex mit Amylasen, Pektinasen, Proteasen und Cellulasen sowie organischen Säuren. Die Enzymklassen spalten jeweils passende organische Rückstände. Organische Säuren lösen Kalk, pflanzliche Tenside binden Fett und gelösten Schmutz. Ätherische Öle vollenden die Rezeptur mit natürlicher Frische.

Illustration des fermentierten Enzymkomplexes, der Schmutz in abwaschbare Bruchstücke zerlegt

Enzyme, ganz einfach

Enzyme, was ist das überhaupt? Und wieso kann ich damit reinigen?

Enzyme sind winzige biologische Werkzeuge. Sie beschleunigen Vorgänge in unserem Körper, in Pflanzen und in Mikroorganismen.

Beim Reinigen docken sie an passenden Bestandteilen organischen Schmutzes an. Wie eine hungrige Spielfigur in unserem Spiel teilen sie große Strukturen in kleine Stücke. Wasser und Tenside können die gelösten Rückstände anschließend leichter forttragen.

Spezialisten im Ferment

Unterschiedlicher Schmutz braucht unterschiedliche Spezialisten.

Unser fermentierter Ananaskomplex enthält verschiedene natürliche Enzymklassen. Jede davon setzt an anderen organischen Strukturen an. Gerade ihre unterschiedlichen Spezialisierungen machen den Enzymkomplex vielseitig.

Wissenschaft zum Ausprobieren

Jetzt bist du das Enzym.

Die Reinigungsreise

  1. 01 Küche
  2. 02 Wäsche
  3. 03 Bad

Gespalten0

Die Spielanalogie wird sichtbar, sobald JavaScript aktiv ist. Die Erklärung darüber und die Übersicht darunter bleiben vollständig lesbar.

Klick oder Tap

Die Reinigungsreise

Drei Stationen: Küche, Wäsche, Bad. Sammle den leuchtenden Schmutz, spring über die dunklen Hindernisse und bleib unter Hängendem unten.

In der Luft noch einmal: Doppelsprung.

Das spalten die Enzyme

  • Stärke Amylasen
  • Pektin Pektinasen
  • Protein Proteasen
  • Pflanzenfaser Cellulasen

Dem weichst du aus

  • Geschirrstapel
  • Wäschekorb
  • Handtuch
  • Rollende Seife

Tap / Space springen · in der Luft noch einmal für den Doppelsprung

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Offene blaue Fermentationsfässer mit eingelegten Ananasschalen

Aus Schale wird Wirkstoff

90 Tage. 3 Phasen der Fermentation.

90 Tage Reifezeit

Ansatz

Ananasschale, Wasser, Rohrzucker

Frische Schalen werden unter Luftabschluss angesetzt. Der Zucker dient den natürlichen Hefe- und Bakterienstämmen als Startenergie. Der Luftabschluss hält Sauerstoff fern, damit sich die erwünschten Mikroorganismen durchsetzen und die Schalen nicht einfach verderben. Von außen sieht man in dieser Zeit noch fast nichts. Die Arbeit passiert im Verborgenen.

Umbau

Mikroben öffnen die Pflanzenstruktur

Während der Reifung nutzen Mikroorganismen den Zucker und erschließen die Ananasschale. Im entstehenden Ferment zeigen sich die belegten Aktivitäten von Amylasen, Pektinasen, Proteasen und Cellulasen. Dabei gehen Inhaltsstoffe aus der festen Schale in die Flüssigkeit über. Aus dem Reststoff wird eine wirksame Lösung.

Reife

Ein saurer, konzentrierter Wirkstoff

Milch- und Essigsäurebakterien setzen sich jetzt durch. Sie vermehren sich, indem sie den durch die Fermentation freigesetzten Zucker und den Alkohol der Hefen verwerten. Dabei entstehen milde organische Säuren. Der Ansatz wird deutlich saurer, was ihn stabil und lange haltbar macht. Erst mit dieser Reife wird das Ferment abgezogen und zur fertigen Rezeptur weiterverarbeitet.

Ist da Alkohol drin?

Zu Beginn kann durch Hefen etwas Fermentationsalkohol entstehen. Während der langen Reifung verwerten Essigsäurebakterien ihn und bilden daraus Essigsäure. Die Reinigungskraft der fertigen Rezeptur beruht auf dem Enzymkomplex, den organischen Säuren und den ergänzenden Tensiden.

Was in der Rezeptur den Unterschied macht

Rezepturen im Vergleich.

Reinigungsleistung entsteht aus der Wahl, Konzentration und Kombination der Wirkstoffe. Der Vergleich zeigt, worauf Fruit Warrior setzt und welche Stoffgruppen in stark reaktiven konventionellen Rezepturen häufig eingesetzt werden.

  1. 01 Reinigungsprinzip

    Fruit Warrior

    Jeder Wirkstoff hat seine Aufgabe: Enzyme spalten organische Rückstände auf, organische Säuren lösen leichten Kalk und pflanzliche Tenside tragen Fett und Schmutz ab.

    Herkömmlich

    Stark reaktive Rezepturen können unter anderem chlorhaltige Bleiche, konzentrierte Säuren oder Lösungsmittel einsetzen.

  2. 02 Materialkontakt

    Fruit Warrior

    Die anwendungsbezogenen Rezepturen reinigen materialschonend, statt Schmutz mit starker Chemie zu bekämpfen.

    Herkömmlich

    Je nach Konzentration und Material können stark saure, chlorhaltige oder lösemittelreiche Rezepturen Gummi, Fugen und Kunststoffe belasten.

  3. 03 Anwendung

    Fruit Warrior

    Ohne chlorhaltige Bleiche und ohne beißenden Chemiegeruch. Angenehm im täglichen Gebrauch.

    Herkömmlich

    Produkte mit stark reaktiven Inhaltsstoffen erfordern eine besonders genaue Dosierung, Belüftung und Beachtung der Sicherheitshinweise.

  4. 04 Rohstoffbasis

    Fruit Warrior

    Der Enzymkomplex nutzt fermentierte Ananasschalen als upgecycelten Rohstoff; die fertigen Rezepturen sind biologisch abbaubar.

    Herkömmlich

    Konventionelle Rezepturen können petrochemische Rohstoffe und schwer abbaubare Bestandteile enthalten.

  5. 05 Nach dem Putzen

    Fruit Warrior

    Enzymreste können organische Ablagerungen im Abfluss weiter in kleinere Bestandteile aufspalten.

    Herkömmlich

    Stark reaktive Wirkstoffe und ihre Rückstände gelangen verdünnt mit dem Spülwasser in die Kanalisation.

Wirkstoff und Wirkung

Vom Ferment bis zum Wischwasser.

Im Fass entsteht die biologische Grundlage. In der fertigen Rezeptur kommen pflanzliche Tenside und ätherische Öle hinzu. So wird aus einzelnen Wirkstoffen eine nachvollziehbare Reinigungsabfolge.

  1. Im Ferment
  2. 01

    Aufspalten

    Enzymkomplex

    Amylasen, Pektinasen, Proteasen wie Bromelain und Cellulasen setzen jeweils an Stärke, Pektin, Eiweiß oder Pflanzenfasern an und zerlegen die Strukturen in kleinere Bestandteile.

    Stärke-, Pektin-, Eiweiß- und Pflanzenfaserrückstände

  3. 02

    Anlösen

    Organische Säuren

    Milch- und Essigsäure helfen dabei, leichten Kalk und Wasserflecken auf geeigneten Oberflächen anzulösen.

    Kalk und Wasserflecken

  4. In der Rezeptur
  5. 03

    Binden

    Pflanzliche Tenside

    Sie senken die Oberflächenspannung des Wassers, lösen Fett- und Ölfilme und umhüllen die bereits gelösten Schmutzpartikel.

    Fett und gelöste Schmutzpartikel

  6. In der Anwendung
  7. 04

    Wegspülen

    Wasser & ätherische Öle

    Das Wisch- oder Spülwasser trägt die gebundenen Rückstände fort. Ätherische Pflanzenöle geben abschließend ihren natürlichen Duft ab.

    Saubere Oberfläche und natürliche Frische

Warum greifen die Enzyme den Duft nicht an?

Enzyme passen wie Schlüssel nur zu bestimmten Molekülstrukturen. Die Enzymklassen im Ferment wirken auf Stärke, Pektin, Proteine oder Cellulose; Bromelain gehört dabei zur Gruppe der Proteasen. Ätherische Öle bestehen überwiegend aus Terpenen und Aromaten und gehören nicht zu diesen Zielstrukturen. Deshalb bleibt der Citrus-Duft von dieser Enzymwirkung unberührt.

SCOBY

Fermentation, die sichtbar wird.

Bei unserer Ananasfermentation wächst an der Oberfläche der SCOBY: eine feste Celluloseschicht, die durch das Zusammenspiel von Hefen und Bakterien entsteht.

Frisch entnommene SCOBY-Schicht über einem Fermentationsfass
Gemeinschaft
SCOBY steht für „Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast“: Bakterien und Hefen arbeiten als gemeinsame Fermentationskultur.
Bakterielle Cellulose
Essigsäurebakterien bilden feine Cellulosefasern, die sich an der sauerstoffreichen Oberfläche zu einer stabilen Schicht verbinden.
Sichtbare Fermentation
Der SCOBY wächst sichtbar mit der Fermentation. Seine Schichten erzählen von Zeit, Ruhe und einem sorgfältig geführten Prozess.
Einkaufstasche aus getrocknetem SCOBY

Weiterverarbeitet

Ein zweites Leben für den SCOBY.

Der SCOBY entsteht bei jeder Fermentation als Nebenprodukt. FUWA3E erprobt in Vietnam, wie er sich weiterverwenden lässt: Die Schicht wird gereinigt und getrocknet und wird so zu einem festen, lederähnlichen Material, das sich zuschneiden und vernähen lässt.

Aus den ersten Versuchen sind Stücke wie die gezeigte Einkaufstasche entstanden. Auch der SCOBY soll künftig nicht übrig bleiben, sondern weiterverarbeitet werden, um somit die Wertschöpfungskette weiter auszubauen.

Willst du sehen, wo die Reise beginnt?

Folge der Ananasschale vom Nebenprodukt über das Fermentationsfass bis zum fertigen Fruit Warrior Reiniger.

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